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Jürgen Schadeberg
Zu Besuch in Deutschland 1942 - 2012

Vernissage: Freitag, 26. Oktober 2012 | 19.00 - 21.00 Uhr
Ausstellung vom 27. Oktober bis 25. November 2012

Jürgen Schadeberg | Zu Besuch in Deutschland 1942 - 2012 | Fotografien
Trapezkünstler Hans Prignitz, Hamburger Michel, 1948.
© Jürgen Schadeberg

Fotos vom Treffen mit Jürgen Schadeberg vor der Ausstellung
» Fotos von Jens Pepper
» Fotos von Jan Sobottka [www.catonbed.de]

Fotos von der Vernissage am 26.10.2012
» Fotos von Lothar Adler

Fotos der Ausstellungsräume
» Fotos von Manfred Carpentier

Empfehlung: Besuchen Sie die Web-Site
» jurgenschadeberg.com/
» www.catonbed.de

Jürgen Schadeberg
Zu Besuch in Deutschland 1942 - 2012

Anläßlich seines im Oktober 2012 im Mitteldeutschen Verlag erschienenen Bildbandes »Zu Besuch in Deutschland 1942–2012«, zeigt die Carpentier Galerie die fotografischen Arbeiten Schadebergs, die in den letzten Jahrzehnten bei seinen Besuchen in Deutschland entstanden sind. Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien beschränken sich ganz bewußt auf die Arbeiten, die Berlin als Stadt, ihre Menschen und Ereignisse zum Thema haben.

Wer seine Heimat verlässt, lernt sie - und sich - besser verstehen. Das hat auch der große Fotograf Jürgen Schadeberg erfahren, den es, 1931 in Berlin geboren, nach Südafrika, London und Spanien verschlug. 2011 kehrte er in seine Geburtsstadt zurück. Nach dem viel gelobten Band »Great Britain 1964-1984« und zahlreichen anderen Veröffentlichungen zeigt sein neues Fotobuch »Zu Besuch in Deutschland 1942–2012« alltägliche und historische Momentaufnahmen, die einen mal zum Schmunzeln bringen, mal zutiefst erschüttern. Besonders berührend: diejenigen Motive, in denen sich Alltag und Geschichte verbinden. Schadeberg zeigt uns: Sie gehören untrennbar zusammen. Der Band enthält ein Vorwort von Robert von Lucius und ein Nachwort von Enno Kaufhold.

Im Alter von elf Jahren gelingt Jürgen Schadeberg sein erstes »relevantes« Foto. Es zeigt eine Gruppe von Leuten, die 1942 in einem Berliner Luftschutzkeller einem Akkordeonspieler lauschen und Bier trinken – und vereinigt Bedrohung und Lebensfreude. Schon hier erweist sich das Gespür für den richtigen Moment. Gerade wenn unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen, findet Schadeberg ein Motiv. Er hat ein Auge für kleine Begebenheiten und große Momente der Zeitgeschichte, für Passionsspiele in Oberammergau, DDR-Punks auf dem Ostberliner Alexanderplatz oder den Mauerbau. Die jüngsten Fotografien sind ein paar Wochen alt, zeigen tanzende Paare in »Clärchens Ballhaus« in Berlin, Zeitungsleser und Galeriebesucher. Seine deutschen Bilder sind ein Willkommensgruß an uns, ein Gruß mit dem Blick des neugierigen Fremden.

Der Fotograf Jürgen Schadeberg, geboren 1931 in Berlin, wurde durch seine Fotos, die das Leben der südafrikanischen Schwarzen in den Townships der 50er Jahre zeigen, bekannt. Er prägte das Magazin »Drum« und porträtierte u. a. Nelson Mandela und Miriam Makeba. 1964 verließ Schadeberg Südafrika und arbeitete als Redakteur für die Londoner Zeitschrift »Creative Camera«. Nach einem Studienaufenthalt in Spanien lehrte er als Dozent an mehreren Kunsthochschulen, u. a. 1980 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 1985 kehrte Jürgen Schadeberg nach Johannesburg zurück. Heute lebt er mit seiner Frau Claudia Schadeberg, einer Filmproduzentin, wieder in Berlin.

Jürgen Schadeberg
Zu Besuch in Deutschland 1942–2012
Fotografien
160 S., geb., 270 x 270 mm
Abb. in Duoton und Farbe
ISBN 978-3-89812-954-1